Der nerdige & niveauvolle Trashtalk

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Episode 9 - Toxische Nostalgie auf der Comic Con (Staffel 2)

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Albedo: Yggdrasil (relaunch) -- Kicktraq Mini

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Kommentare

Athair
by Athair on 25. Juli 2019
... und gleich nochmal hinterher: Ich hab bei mir festgestellt, dass ich neue Geschichten und Konzepte oder erheblich weiterentwickelte Fassungen der alten Sachen deutlch lieber mag, als modifizierte Remakes. Geht mir auch im Rollenspiel so. Gleichzeitig finde ich auch, dass man sich bei "all inclusive" und "identity politics" eben nicht für eines entscheiden darf. Native Americans haben ein Recht auf ihre Traditionen. Die Franzosen sind auch was Sprache und Kulturimport angeht ... sehr restriktiv. Ich finde das gut. "All inclusive" kann halt auch heißen, dass Traditionen und Identitäten völlig egal sind. Das sind die aber gerade nicht. "Identity politics" kann spezifische Förderung von ethnischen Themen ... bedeuten, aber auch den Blick verengen und eine starke Bedürfnisse-Konkurrenz zwischen Gruppen erzeugen. Ich glaube es braucht beides. Unterschiedliche Bedürfnisse müssen Berücksichtigung finden können. Und genau deswegen müssen verschiedene Ansätze damit umzugehen Mainstream werden. Unter der Prämisse alles an alle vermarkten zu können, ist meine Forderung natürlich eine Katastrophe. Und das ist gut so.
Athair
by Athair on 25. Juli 2019
... zum Arielle-Film: Ich find das durchaus schwierig, Figuren unmodeln. Dadurch werden Identifikationsfiguren zerstört und Erfahrungen verwässert. Das Problem kenne ich z.B. vom Warhammer-Fantasy-Rollenspiel 2nd. Als das rauskam, war im Tabletop gerade die 6.Edition aktuell, die vom Fluff her er düster und eher realistisch war. Das wollte ich spielen. Später als das Tabletop sich stark richtung "High Magic Fantasy" verschob, war es viel, viel schwieriger eine Gruppe zu finden bzw. zu leiten, weil das Verständnis für das, was mir wichtig war, nicht so ohne Weiteres mehr teilbar und mitteilbar war. Genau deswegen hätte ich mir auch von dem Ghostbusters-Remake gewünscht, dass er sich an die originale Reihe anschließt und die neuen weiblichen Ghostbusters das Erbe der Alten angetreten hätten. Dann wäre das Problem der "Invalidisierung" der alten Geschichten nicht aufgetreten. Ich mag aber auch die Marvel-Retcons nicht besonders, bei denen es gar nicht um Identitäten geht, sondern nur darum andere Charakterentwicklungen und Kontexte zu erzählen. An anderer Stelle kenne ich das auch von der "Bibel in gerechter Sprache". Mittlerweile mag ich sie. Finde aber trotzdem nicht, dass sie für offizielle/formale Anlässe benutzt werden sollte. Denn: Darin wird gerade ein originär patriachaler Zugang verwischt, der dann auch nicht mehr kritisierbar ist. Ich wünsche mir da einen anderen Umgang. Nämlich neue Geschichten und neue Figuren, die gern auf das Alte Bezug nehmen können, aber die eine eigene Schöpfungshöhe haben. Zumal das "Ummodeln" auch immer die Message rausgibt: "Eigentlich hätte es immer so sein sollen ... und diejenigen, die sich mit den alten Figuren identifizieren, wollen wir nicht haben." Gerade bei den Disney-Sachen spielt ja auch noch was anders mit rein: Das sind oft romatische übelst heteronormative Geschichten. Der nicht-diverse Umgang mit Themen wie gender, Hautfarbe, sexuelle Orientierung, Behinderung, ... konstatieren die alten Geschichten. Auch in der Art und Weise des Erzählens. Die Probleme der originalen Geschichten lassen sich durch Remakes mit z.B. Frauen oder PoC nicht lösen. Ich sehe darin teilweise sogar Dynamiken der Immunisierung gegen Diversity-Ansprüche. Drum: Bitte, bitte, macht halt nicht ständig die alten Geschichten neu und bringt ein bißchen was Neues rein, sondern schreibt neue Geschichten. Gern auch unter Bezugnahme auf Alte.
Herbert
by Herbert on 11. Juli 2019
an Greifi: Ich will Augenzeugenberichte!!!! aber nicht solche Michael Jackson Zeugen, die sich durch Verleumdungen finanzieren. Lord Obertroll P.S. zumindest habe ich eine dreckige Version zu Hause ohne große Edits so weit ich das beurteilen kann. Und nur die kriegt mein Sohn zu sehen . Jawoll!!! Die meisten halten die Version, die sie zuerst gesehen haben für das Original, deswegen gibts auch immer wieder Ärger auf den ??? Fragezeichen Seiten....
Greifenklaue
by Greifenklaue on 10. Juli 2019
Ohh, ich mit Herbert im Nerd-Wissens-Battle, das ist mir natürlich eine Ehre. Ich hatte da was im Hinterkopf, dass jemand versucht, die Originalfassung zu restaurieren und siehe da, auf Wikipedia wiedergefunden: "Die häufigen nachträglichen Änderungen an der Originalkinofassung von 1977 brachten Lucas starke Kritik ein. Viele Fans waren mit den aus ihrer Sicht unnötigen Änderungen unzufrieden und forderten stets, die originale Kinoversion beizubehalten. Die Kritik der Fans führte gar so weit, dass ein Projekt ins Leben gerufen wurde, das sich zur Aufgabe gemacht hat, die Originalversionen der ersten Trilogie wiederherzustellen. Diese als Hamy’s Despecialised Edition bekannte Version der Originaltrilogie ist jedoch nicht offiziell erhältlich, auch wenn das Projekt von Disney bzw. Lucasfilm bisher nicht untersagt worden ist.[150][151][152][153] Die US-amerikanische Nationalbibliothek Library of Congress nahm den Film 1989 als einen der ersten in das National Film Registry auf. Die Bibliothek erhielt 1977 die ursprüngliche Version des Film im 35mm-Format, digitalisierte den Film knapp 40 Jahre später und ist der wohl einzige Ort, an dem es möglich ist, die Originalversion des Films einzusehen." Appendix: Fiel mir auch nur als spontane Replik zu Eleas "heute kann jeder Fan die Version sehen, die er will" ein. Im allgemeinen stimmt das natürlich ;)
Herbert
by Herbert on 10. Juli 2019
Nö Greifenklaue....die Star Wars Kinofassungen gibt es auf alten Datenträgern...wie DVD (war mal als Bonus!!!!! dabei) und Laserdisc für ungetrübten Genuß...meistens ist aber das Bild leicht beschnitten also auch nicht wie im Kino, weil man ja nicht 77 im Kino sitzt.
Greifenklaue
by Greifenklaue on 09. Juli 2019
Stimmt übrigens nicht - man kann sich Star Wars Episode IV nur noch in der von George Lucas umgeschnittenen Fassung, aber nicht mehr in der 77er-Fassung gucken. Die ist nirgends zu finden. Nicht das mich das aufregt!
HOK
by HOK on 09. Juli 2019
Ich muss ja zugeben bis die Beiden letztes Jahr bei mir am Stand waren, war mir "Nerds gegen Stephan" kein Begriff. Kaum waren sie weg, erfuhr ich, dass ich damit der Einzige in meiner Comic Filter Käse bin. 😂 Ich hab mich dann eingehört und muss sagen ich fand vieles Grandios! Da ich trotzdem den Link zwischen einem Philipp der meine Kickstarter Kampagne unterstütz hat und dem N.vsS. Philipp nicht gezogen habe, musste ich ganz dumm nachfragen für welchen Podcast mein Unterstützer Philipp denn die Presseakkreditierung bekommen hat. 😅 Trotz dieses Fauxpas ließ er mich kurz vors Mikro (Danke dafür), ob das allerdings damit zu tun hatte, dass er seine Meinung zum Inhalt der Hefte nicht rausrückt, oder ob der einfach nur zu schlecht war, weiß ich nicht. 😉 So oder so:Hat mir sogar noch mehr Spaß gemacht als Folgen über Andere zu hören! 🙈👍🏻
Fnord
by Fnord on 09. Juli 2019
Jetzt sehe ich erst die Genialität, das Thema "Toxische Nostalgie" in den ersten Podcast mit neuer Besetzung zu behandeln. Erste Meinung: die zweite Staffel ist nicht besser oder schlechter. Sie ist so anders, dass man sie nicht vergleichen kann. Die erste Staffel ist so blöd albern und surreal gewesen, dass ich Kunst oder Drogen dahinter vermutete. Und ich werde sie wirklich vermissen. Die zweite Staffel, wenn man das nach einer Folge sagen kann, ist ein normaler RSP/NERD-Podcast, der im Vergleich mit seiner Konkurrenz oder gar Erzfeindschaften hoch einsteigt und Themen ohne Streit von mehr Blickpunkten behandelt. Ich war wirklich sehr kritisch, über den Wechsel von Herbert zum neuen Verein Real-Nepal. Aber Chapeau Elea, anders gut! Zweite Meinung: Der notgeile Trashtalk kann eine witzige Sache werden!
Herbert
by Herbert on 09. Juli 2019
zum Nostalgiepunkt...Ray Fox is natürlich auch viel lustiger als Jim Carrey....das is ganz klar. Ich halte es mit der Doro Bär: Die Digitalisierung ist Fortschritt und der Fortschritt ist die Digitalisierung. Daher kann ich auch mit Fug und recht sagen D&D war und ist ein doofes Regelsystem. Auch wenn man das Rad alle 3 Jahre neuerfindet...es holpert immer noch. Zu Arielle: Auf der Blu-Ray wird man in den Specials die Hautfarbe wechseln können. Achja ich könnte noch soviel tippen aber mein Mao Datenvolumen ist sehr begrenzt und ich brauch noch ein paar Bruce Li für den Notruf.
Fjodorovic
by Fjodorovic on 09. Juli 2019
Wacker und auch szenetreu. Aber den alten Kacker nach Tibet abzuschieben hat das Chaos Element gekillt.
Optihut
by Optihut on 08. Juli 2019
Heisses Eisen am Ende, wo ich etwas anderer Meinung bin. Ich denke zwar auch, dass die Fans Episode I, der sich mit den bescheuerten Gungangs als Ewok Ersatz (die aber im Gegensatz zu den Ewoks wenigstens gegen die besser ausgerüstete Armee verloren haben) und dem coolen Darth Maul Jedi Kampf wie Starwars angefühlt hat, aufgrund (toxischer?) Nostalgie schlecht fanden. Bei Episdoe VIII sehe ich das aber nicht so. Episode VIII mag ja ein netter Sci-Fi Film sein, aber Starwars war er eben nicht, weil die Stimmung ganz anders war. Ganz davon abgesehen, dass es töricht ist, die alten Charaktere so zu demontieren. Man hätte auch von vorne herein eine Geschichte mit neuen Leuten erzählen können, ohne die alten Fans zu verprellen. Immerhin war er besser als Episode III, aber das ist kein Qualitätsmerkmal... Super Podcast, hat mir gut gefallen :)
Garcia
by Garcia on 08. Juli 2019
Beeindruckend, dass das Gefühl der 2. Season doch recht nahe an das Original mit Herbert ran kommt. Ich hoffe, er komponiert weiterhhin die Musik für euch! Beste Genesungswünsche nach Tibet. PS: Ich will den notgeilen Trashtalk!
Clemens
by Clemens on 07. Juli 2019
Wieder super Folge,echt klasse gemacht.

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